Deine Privatsphäre
Die meisten Apps fragen erst mal, wer du bist. Wir haben MotoNavigator so gebaut, dass die Frage gar nicht aufkommt. Nicht aus Höflichkeit — aus Architektur. Das Prinzip hinter allem: so anonym, wie es technisch möglich ist. Was das heißt, in klaren Worten.
Wir wissen nicht, wer du bist
Kein Account. Keine Registrierung. Keine E-Mail, kein Name, kein Profilbild, kein „Anmelden mit irgendwas". Beim ersten Start würfelt dein Telefon eine zufällige ID — eine lange Kette aus Würfelwürfen, ein rein technischer, quasi-anonymer Identifier. Diese Nummer benennt niemanden — und die meisten unserer Server bekommen nicht mal die zu sehen.
Wir könnten dir keinen Newsletter schicken, selbst wenn wir wollten. Es gibt keine Adresse, an die er ginge — die App kennt keine und fragt auch nie danach. Sollte hier auf der Website irgendwann ein Formular stehen, in das du dich einträgst, dann hast du uns die Adresse gegeben. Von allein kommen wir nicht an dich heran. Schreibst du dem Support, musst du uns deine ID selbst nennen — die App zeigt sie dir an, weil wir dich nicht nachschlagen können. Es gibt kein Verzeichnis, in dem du als Person stehst.
Eine Ausnahme gibt es, und die baust du selbst: deine Mail. Die heben wir auf, wie jede ordentliche Werkstatt ihre Auftragszettel aufhebt — und steht deine ID drin, steht sie dort neben deiner Adresse. Willst du das nicht, sag’s uns; dann löschen wir sie, soweit uns kein Gesetz zum Aufheben zwingt.
Auch Bezahlen enttarnt dich nicht
Pro läuft über den App-Store deines Telefons — eine Kartennummer sehen wir dabei nie. Bestätigt wird uns genau eines: „bezahlt bis Datum X“. Der Beleg dahinter trägt keinen Namen, keine E-Mail, kein Apple- oder Google-Konto — solche Daten geben die Stores an Entwickler gar nicht erst heraus. Bei uns landet daraus das Gültigkeitsdatum, in einer Zeile zu deiner gewürfelten ID. In derselben Zeile steht, wann du die App das erste Mal gestartet hast und an welchem Tag zuletzt — mehr nicht. Kein Name, keine Adresse, keine Kartennummer. Würfelst du die ID irgendwann neu, überträgt der Beleg sein Datum einfach auf die neue Nummer — mehr Verbindung existiert nicht. Dein Geld und dein Fahren sitzen nie in derselben Zeile.
Privacy-Zonen: Was nie geschrieben wird, kann nie leaken
Zieh einen Kreis um dein Zuhause. Innerhalb dieses Kreises wird nichts aufgezeichnet — nicht hochgeladen-und-versteckt, nicht später-gelöscht. Gar nicht erst geschrieben, nicht mal auf deinem eigenen Telefon. Und nicht nur die Position: auch Tempo, Kurs, Höhe, Schräglage, Luftdruck — jeder Messwert bleibt leer.
Eine Lücke reißt das nicht: die Fahrt läuft durch, die Uhr läuft mit, nur die Werte fehlen. Wer je eine deiner Fahrten in die Hand bekommt, sieht nicht, wo sie wirklich endet — und sonst nur, was gefahren wurde: Strecke, Tempo, Schräglage. Kein Name, keine Adresse, kein Ziel.
Das gilt auch uns gegenüber: In hochgeladenen Fahrten existiert die Position innerhalb deiner Zone genauso wenig. Wir wissen nicht, wo in diesem Kreis dein Zuhause liegt — und können es nicht wissen. Was nicht existiert, kann niemand holen. Auch wir nicht.
Deine Fahrten leben auf deinem Telefon
Jede Aufzeichnung — GPS, Sensorik, Schräglage — wird lokal geschrieben, roh, und bleibt da. Nichts verlässt dieses Telefon, außer du hast gesagt, dass es darf — und du kannst das jeden Tag wieder zurücknehmen. Dein Tour-Archiv gehört dir wie deine Garage.
Uploads sind Opt-in — und für uns nur Nummern
Wenn du Aufzeichnungen beisteuerst — Spur, Sensorwerte und was die App unterwegs bemerkt hat, samt deiner Antwort darauf —, trägt der Upload deine gewürfelte ID. Mehr nicht. Deine Fahrt landet auf einem Stapel mit vielen anderen, und aus dem Stapel lernen wir: welche Kurve Laune macht, wo sich Fahrer treffen, was die App beim nächsten Mal besser erkennt. Routen, die fließen. Karten, die stimmen. Eine App, die mitdenkt. Das ist unser Geschäft, und wir sagen es lieber, als es zu verschweigen.
Was wir nicht tun: dich einzeln auswerten. Kein Fahrstil-Zeugnis, keine Raserliste, kein Punktekonto. Uns interessiert der Stapel, nicht das einzelne Blatt darin. Für uns heißt deine ID genau eines: Diese Fahrten kommen vom selben Gerät, jene von einem anderen. Es gibt keinen Namen, keine E-Mail, keinen Account, zu dem die Nummer führen würde. Eine Rückverfolgung zur Person ist nicht vorgesehen und nicht möglich: Der Weg existiert schlicht nicht.
Abgelegt wird jede Fahrt zusätzlich unter einer eigenen Zufalls-ID als Dateinamen — deine Nummer steckt in der Datei, nicht in der Ablage. Sie ist das einzige Band zwischen deinen Fahrten, und sie bleibt, was sie ist: eine Nummer, die niemanden benennt.
Wo das alles liegt
Deine hochgeladenen Fahrten liegen in der EU. Punkt — und alles, was wir daraus rechnen, solange es noch auf ein Gerät zeigt.
Der Rest darf näher an dir stehen. Ein Kartendownload oder ein Gruppenserver auf der anderen Seite der Welt ist technisch keine gute Idee: jede Anfrage nimmt den Umweg, und den merkst du. Diese Server bekommen deine gewürfelte ID gar nicht erst zu sehen — der Ausweis, mit dem die App sich dort meldet, enthält sie nicht. Sie wissen, dass jemand Kartendaten will. Nicht, wer.
Eine IP-Adresse sehen sie schon, wie jeder Server im Netz. Die bleibt höchstens zwei Wochen im Protokoll, falls einer Ärger macht. Danach fliegt sie raus. Die Statistik, die wir daraus ziehen, kennt keine IP-Adressen. Für diese Website gilt dasselbe.
Der Neustart-Knopf
Tief in den Einstellungen kannst du deine ID wegwerfen und eine neue würfeln. Die alte Nummer endet dort — was unsere Server unter ihr hatten, ist für immer verwaist. Uns wäre lieber, du brauchst das nie. Aber es ist dein Griff, also ist es dein Hebel.
Kein soziales Netzwerk — mit Absicht
Kein Feed, keine Follower, keine Likes, kein „Discover"-Tab, kein Profil zum Pflegen. Das ist keine fehlende Funktion, das ist eine Entscheidung: Deine Routen und POIs gehören dir, und niemand verdient daran, dass du sie herzeigst.
Teilen kannst du trotzdem — so, wie du es eh schon tust. Eine Tour geht als Datei raus: Forum, Mail, Messenger, USB-Stick, AirDrop am Tankstopp. Die gängigen Austauschformate gehen rein und raus. Und wer mehr will, nimmt unser eigenes, offenes Format: Es trägt nicht nur die Spur, sondern das ganze Rezept — Wegpunkt-Typen, Routing-Profil, POIs, ganze Sammlungen. Offen dokumentiert, menschenlesbar, kein Vendor-Käfig. In beiden Fällen gilt: eine Datei in deiner Hand, nicht ein Link auf unsere Server — ohne deine ID darin, und ohne dass wir vom Teilen überhaupt erfahren. Community passiert da, wo du sie hinstellst — nicht da, wo ein Algorithmus dich hintreibt.
Und ja, bei Facebook und Instagram haben wir trotzdem ein Profil. Schaufenster, kein Stammtisch. Verlinkt wird das höchstens schlicht — kein Zählpixel, kein Like-Knopf, nichts, was vorab schon Daten zu Meta schickt. Wer draufklickt, ist in Metas Revier; was Meta dort über Besucher zählt, steht in der formalen Fassung.
Gruppenfahrten? Da brauchst du nicht mal eine Datei — die Route kommt automatisch vom Planer der Gruppe, und ändert er sie, haben alle die neue. Ein QR-Code, gültig für die Tour, Anzeigename optional. Solange ihr zusammen fahrt, sieht die Gruppe einander auf der Karte — dafür ist sie da. Und auch hier hält die Anonymität: Die Gruppe läuft über eine eigene technische Kennung, die mit deiner ID nichts zu tun hat, und dein Anzeigename ist nur ein Etikett darauf. Nach der Tour verfällt der Code — übrig bleibt nichts, was auf jemanden zeigt.
Warum wir „pseudonym" sagen — und nicht „anonym"
Eine GPS-Spur ist eine GPS-Spur: wo jemand gefahren ist, und wann. Forscher haben gezeigt, dass eine Handvoll Routenpunkte reichen kann, um ein Bewegungsmuster von einem anderen zu unterscheiden. Genau deshalb gibt es die Architektur oben — kein Name dran, Privacy-Zonen schneiden das Zuhause raus, Uploads führen zu keiner Person. Wir nennen deine Daten „pseudonym", nicht „anonym", weil das das ehrliche Wort ist. Was wir an die Community zurückgeben — welche Kurven fließen, welcher Pass den Umweg lohnt — ist über viele Fahrer aggregiert, bis es auf niemanden mehr zeigt.
Die App redet nur mit uns
MotoNavigator kommuniziert ausschließlich mit unseren eigenen Systemen unter motonavigator.app — Karten, Routing, Uploads, Gruppenfahrten: alles läuft gegen unsere Server. Keine Analytics-Dienste, keine Werbenetzwerke, keine Dritt-SDKs, die nach Hause telefonieren. Wenn die App funkt, funkt sie zu uns. Drei Ausnahmen, alle offensichtlich: der In-App-Kauf läuft naturgemäß über die Kasse des App-Stores deines Telefons. Die Sicherung deines Telefons nimmt App-Daten mit, wie bei jeder anderen App auch — die dicken Kartenpakete haben wir davon ausgenommen. Und tippst du bei einer Tankstelle auf deren Website oder Nummer, bist du bei denen: Die Angabe stammt aus OpenStreetMap, nicht von uns — und bis zum Tipp erfährt da draußen niemand etwas.
Die formale Fassung mit Artikeln und Paragraphen steht in der Datenschutzerklärung. Gleiche Fakten. Mehr Juristen.
Für die Techniker unter uns: Die „gewürfelte ID" ist eine UUIDv7 — so etwas hier: 01a0f3e8-4d2c-7b91-a6e4-9c825d13f7a2. Der vordere Teil ist ein Zeitstempel des Würfelwurfs — er verrät also höchstens, wann die App zum ersten Mal gestartet wurde. Der Rest sind 74 Bit kryptographisch sichere Zufälligkeit, erzeugt auf deinem Gerät, nicht auf unseren Servern. Keine Hardware-Nummer, kein Hash deiner E-Mail, nichts Abgeleitetes — es steckt nichts darin, was man zu dir zurückrechnen könnte. Und wie gesagt: Neu würfeln geht jederzeit. Bei Gruppenfahrten kommt diese ID übrigens gar nicht erst zum Einsatz — dort fährt eine andere mit, die bei jedem Gruppen-Beitritt frisch gewürfelt wird.