<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Blog on MotoNavigator</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/</link><description>Recent content in Blog on MotoNavigator</description><generator>Hugo</generator><language>de-DE</language><atom:link href="https://www.motonavigator.app/de/blog/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Kroatien. Mehr Plan gab es nicht.</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-1-franconia-inzell/</link><pubDate>Tue, 20 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-1-franconia-inzell/</guid><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Achtzehn Jahre Führerschein, fünf Wochen R 1250 R, neun Tage Zeit - und ein Wort als Reiseplan.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gab genau eine Bedingung, und sie bestand aus einem Wort: Kroatien.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Kein Rückkehrdatum außer der Anzahl der Tage. Keine Buchung. Keine Route.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Was es auch nicht gab: Erfahrung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte den Führerschein seit achtzehn Jahren. Darauf steht, was man fahren darf, und bei mir stand da auch das große Motorrad. Achtzehn Jahre lang hatte ich es also immer dabei, im Geldbeutel. Gefahren bin ich gar nichts.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Vor dem Gewitter her über den Großglockner</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-2-grossglockner-soca/</link><pubDate>Wed, 21 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-2-grossglockner-soca/</guid><description>&lt;p&gt;Um sieben war ich wach. Das Gewitter hatte ich schon am Vorabend geprüft und am Hotel mit anderen Bikern besprochen, am Morgen bestätigte es sich noch einmal: Eine Gewitterfront rückte näher, für den Nachmittag über die Alpen, und wir wollten vor ihr bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also los. Kurz nach neun saßen wir auf dem Motorrad, und es war die beste Entscheidung des Tages. Gleich am Anfang lag ein Stausee am Weg, schmutzig, aber irgendwie hübsch.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Der Wind, der dich schräg geradeaus fahren lässt</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-3-bora-pag/</link><pubDate>Thu, 22 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-3-bora-pag/</guid><description>&lt;p&gt;Am dritten Tag habe ich die schönste Straße der Region hinter mir gelassen und bin ans Meer gefahren. Kurz nach zehn ging es los, vom Hotel bei Nova Gorica, ein kurzes Stück slowenische Autobahn, dann Rijeka, dann nur noch Küstenstraße über Crikvenica und Senj. Die Küste war die Straße.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ohne Reue. Kroatien ist Küste. Küste ist Aussicht, Schönheit für die Augen, eine Küstenstraße, die sich um die Felsformationen wickelt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und dann war da der Wind.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Der Kaffee, der Bäcker und eine sehr spontane Fähre</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-4-split-night-ferry/</link><pubDate>Fri, 23 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-4-split-night-ferry/</guid><description>&lt;p&gt;Am nächsten Morgen um sieben stand ich in einer fremden Küche und erlebte einen Zusammenbruch der Grundversorgung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Kein Kaffee.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich möchte das nicht relativieren. Die Wohnung hatte alles: Herd, Kühlschrank, Geschirr, Töpfe, einen Wasserkocher. Was sie nicht hatte, war irgendetwas, aus dem sich Kaffee machen ließ. Keine Maschine, keine Kanne, kein Pulver, keine Kapsel, nichts.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die Schränke aufgemacht, einen nach dem anderen, und hinter den Töpfen nachgeschaut. Lisa lag noch im Bett und hat vom Nebenzimmer aus die Lage kommentiert. Sie jammerte und schimpfte, und sie hatte recht. Ich zitiere nicht.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Zimmer in einer Stunde</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-5-fano/</link><pubDate>Sat, 24 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-5-fano/</guid><description>&lt;p&gt;Man fällt in Ancona nicht von der Fähre. Man wird von ihr ausgeschieden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Sechs Uhr morgens, Motorengeräusch, Durchsage in zwei Sprachen, Neonlicht auf dem Autodeck, das dir mitteilt, wie du aussiehst. Ein paar Stunden Schlaf, den Rest im Halbwachen zwischen Schiffsdiesel und einem Kind, das irgendwann etwas Wichtiges mitzuteilen hatte. Ungeduscht seit vierundzwanzig Stunden. Salz im Gesicht, Salz in den Haaren, Salz vermutlich auch in der Jacke.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und dann, gegen sieben, das Erste, was du siehst, wenn die Klappe aufgeht: ein Industriehafen. Ancona hat eine schöne Seite, aber die zeigt sie dir um sieben Uhr früh nicht von der Rampe aus. Von der Rampe aus zeigt sie dir Container, Kräne, Lkw-Spuren, Zollhäuschen und einen Verkehrsfluss, in dem ein Motorrad mit zwei Personen und Gepäck das schwächste Element ist.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Stilfser Joch kennt jeder. Aber kennst du die Südrampe des Vršič?</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-09-curvy-passes/</link><pubDate>Wed, 30 Sep 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-09-curvy-passes/</guid><description>&lt;p&gt;Es gibt Pässe, über die redet man. Und es gibt Pässe, über die redet man danach.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Stilfser Joch gehört zur ersten Sorte. 48 Kehren auf der Prader Seite, nummeriert, mit Schildern, auf denen du rückwärts zählst wie beim Countdown einer Rakete. Jeder hat das Foto gesehen: die Serpentinen, die sich wie ein weggeworfenes Kabel den Hang hinunterlegen. Jeder war da oder will hin. Samstags stehen da oben mehr GS als auf einem Händlerparkplatz. Ich weiß das. Ich war eine davon.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Ein Tisch ohne Gastgeber</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-6-rimini-san-marino-arezzo/</link><pubDate>Sun, 25 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-6-rimini-san-marino-arezzo/</guid><description>&lt;p&gt;Weiter nach Norden, dann nach Westen. Der Vormittag war eine Erinnerung daran, warum man Küstenstraßen im August meiden sollte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rimini.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rimini hatte ich als Ziel gesetzt. Dann kamen die Touristenmassen, und mir kam das Würgen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich will fair bleiben. Es leben dort Menschen, die nichts dafür können. Aber Rimini im Hochsommer, auf einem Motorrad ohne Verkleidung, mit Sozia und Gepäck, ist eine Aneinanderreihung von Ampeln, Hotelauffahrten, Fußgängern mit Luftmatratzen, Rollern ohne erkennbares Regelwerk und einem Verkehrsfluss, der die Bezeichnung nicht verdient. Es ist heiß, es steht, und ein Boxerzylinder, der bei fünfunddreißig Grad im Stau direkt neben deinem Schienbein sitzt, wird sehr schnell zu einer persönlichen Angelegenheit.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Ein Freund und eine Kamera</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-7-tuscany-viareggio/</link><pubDate>Mon, 26 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-7-tuscany-viareggio/</guid><description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Runter an die Küste nach Viareggio, zu einem Freund.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der siebte Tag hatte ein Ziel, und es war weder ein Pass noch eine Sehenswürdigkeit. Es war ein Mensch, den ich lange nicht mehr gesehen hatte: der Freund in Italien, der schon auf Pag mit im Spiel war. Kroatien war abgehakt, die Bedingung erfüllt. Alles, was jetzt kam, war Zugabe, und Zugabe darf einen Freund besuchen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Seit Pag lagen eine Nachtfähre, ein Strandhotel und ein Weingut mit gedecktem Tisch hinter uns. Am Donnerstagvormittag war die Adria noch neben der Straße gewesen, jetzt ging es quer durch Italien zum anderen Meer. Auf dem kürzesten Weg nach Franken liegt Viareggio nicht. Ein Freund, den man lange nicht gesehen hat, ist die beste Begründung für einen Umweg.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>42 Grad in der Lombardei</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-8-lombardy-lake-garda/</link><pubDate>Tue, 27 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-8-lombardy-lake-garda/</guid><description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vom Meer nach Norden.&lt;/strong&gt; Kurz vor elf fuhren Lisa und ich in Viareggio los. Der Tag fing am Meer an und endete 357 Kilometer später im Trentino. Zuerst ging es nach Carrara, dann durch die Lunigiana, dann auf die Autobahn und über den Apennin nach Parma. Hinter Parma begann die Ebene.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Lombardei im August ist eine Backröhre.&lt;/strong&gt; 42 Grad zeigte die Anzeige des Motorrads, dazu Dunst, kein Wind, Autobahn und Schnellstraße, und die Luft, die dich trifft, ist wärmer als deine Haut. Auf einem nackten Motorrad gibt es dagegen keine Verteidigung. Das ist kein Fahrtwind. Das ist ein Föhn, auf ganzer Fläche, drei Stunden lang. Wir haben alle vierzig Minuten angehalten, getrunken, Wasser auf die Sommer-Funktionsunterwäsche gekippt, damit irgendwas kühlt, und sind weitergefahren. Das war bald schlimmer als Marokko.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Der Endgegner und 707 Kilometer nach Hause</title><link>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-9-stelvio/</link><pubDate>Wed, 28 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate><guid>https://www.motonavigator.app/de/blog/2026-11-one-condition-9-stelvio/</guid><description>&lt;p&gt;Fünf Wochen auf der eigenen Maschine. Davor achtzehn Jahre lang keinen Meter. Ein Roadster. Lisa hinten drauf. Gepäck. Spätsommer.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und ich bin ans Stilfser Joch gefahren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es war Sonntag. Gegen zehn sind wir bei Comano Terme losgefahren, nach Norden, und mittags haben wir im Vinschgau gut eine Stunde Pause gemacht. Bei Prad beginnt die Prader Seite des Jochs.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rückblickend war das dreifach dumm, und ich zähle die Fehler einzeln auf, weil sie einzeln vermeidbar gewesen wären. Erstens: Fahranfänger. Zweitens: mit Lisa und Gepäck, also mit einem völlig anderen Fahrverhalten als dem, in dem ich meine paar Wochen gesammelt hatte. Drittens: ausgerechnet der Endgegner. Es gibt in Europa kaum einen Pass, der Anfängern so wenig verzeiht: 48 nummerierte Kehren, und in jeder davon Verkehr.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>